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Museum Baden Solingen

Museum Baden Solingen // 10. September - 22. Oktober 2006

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Gerhart Hein (1910-1998) studierte bis 1932 an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau bei Otto Müller, Alexander Kanoldt, Oskar Moll, Johannes Molzahn, Carlo Mense und Oskar Schlemmer. Während der Naziherrschaft wird ihm die Aufnahme in die „Reichskulturkammer“ verweigert. Während des Krieges wird er mehrfach verwundet und gerät in Gefangenschaft. Eine Rückkehr zur Familie ist erst 1947 möglich. Nach dem Krieg ist es ihm nicht möglich, als Künstler die verdiente Anerkennung zu finden. Hein arbeitet als Grafiker und Polier, um seine Familie versorgen zu können.



Das künstlerische Werk stammt fast ausnahmslos aus den Jahren von 1946 bis 1964 und wird im Jahr 2006 erstmalig veröffentlicht. Arbeiten aus der Zeit vor dem Krieg wurden zerstört oder gingen in den Kriegswirren verloren. Eine Arbeit Heins wurde von den Nazis als „entartet“ beschlagnahmt. Nach dem Krieg entwickelte Hein lichtdurchflutete Farbflächen und Farbräume. Er nennt seine Kompositionselemente eine „imaginäre Substanz“. Sein Werk spiegelt die an der Akademie erfahrenen Traditionen und ist Zeugnis ständig einer ständigen Rezeption aktueller Kunstströmungen.