Ausstellungen

Gerhart Hein: Die imaginäre Substanz

Kunstmuseum Bayreuth: 10. Mai - 23. Juni 2006

Mit seinem Werk gehört Gerhart Hein (1910 - 1998) zur Generation der deutschen Künstler, deren Leben und Schaffen unauslöschlich mit der eigenen Geschichtsepoche verbunden ist. Der ehemalige Schüler der Kunstakademie in Breslau genoss den Unterricht bei Größen wie Otto Mueller, Oskar Schlemmer, Oskar Moll und Johannes Molzahn. Die Schließung der Akademie im Jahr 1932, seine Einordnung in die „Entartete Kunst“ und die Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs bereiteten seiner künstlerischen Laufbahn ein jähes Ende.

Der Hauptkorpus von Heins Werken und damit auch das Oeuvre, das bis heute erhalten geblieben ist, entstand hauptsächlich zwischen 1950 und 1964 und zeigt einige Wiederanknüpfungen an die Jahre an der Breslauer Akademie, aber insbesondere eigenständige Entwicklungen in der Farb- und Formensprache. Als „imaginäre Substanz“ benennt er nach seinem Verständnis gewebeartige, biomorphe Bildstrukturen, die sich einer vollständigen Interpretation auf das Stoffliche hin entziehen und der Abstraktion eine hintergründige Bedeutung verleihen. In Kooperation mit dem Museum Baden in Solingen, wo die Ausstellung zwischen 10.9. und 22.10.2006 zu sehen sein wird, zeigt das Kunstmuseum Bayreuth mit dieser Werkauswahl Gerhart Heins erstmals das bislang gänzlich unbekannt gebliebene Werk.

(Quelle: Kulturatlas)