Feinfarbige Abstraktionen, gedachte Landschaften

Gerhart Hein auf Schloss Stefling: 6. - 21. Juni 2009

Auf dem durch sein hochkarätiges kulturelles Programm bekannten Schloss Stefling bei Regensburg wurde am 5. Juni 2009 eine Ausstellung mit Werken des Malers Gerhart Hein eröffnet. Anlässlich der Vernissage richtete Frau Dr. Petra Hölscher von der Neuen Sammlung der Pinakothek der Moderne München einführende Worte an die Gäste. Die Vernissage wurde von einem Konzert des Schweizer Konzertsängers Walter Kirchmeier und der Regensburger Pianistin Annegret Gieseke begleitet. Die Werke waren an den Wochenenden vom 6./7., 13./14. und 20./21. Juni 2009 auf Schloss Stefling zu sehen.

„Schloss Stefling bietet einen wunderbaren Rahmen für eine Werkausstellung, und ich freue mich, dass wir der Öffentlichkeit an diesem besonderen Ort eine Auswahl von Werken Gerhart Heins zeigen können, die bislang nicht zu sehen war", erklärte Almuth Hein, die Tochter des Künstlers, die während der Ausstellungstage anwesend war.
 

(Foto: Wikipedia)

„Aus dem Verborgenen in die Öffentlichkeit“

Gerhart Hein im Hamburger Kultwerk West: Themenabend am 8. November 2007

Das Kultwerk West hat im Rahmen einer Themenveranstaltung am 8. November 2007 erstmals eine kleine Werkauswahl von Bildern Gerhart Heins in Hamburg gezeigt und sein Publikum zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, in der die Publikationsmöglichkeiten von Künstlern der verschollenen Generation diskutiert wurden.

Das Grußwort wurde von Senatsdirektorin Marie-Luise Tolle gesprochen. Sie vertrat die Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck und hieß die Gäste des Abends sowie die Ehrengäste auf dem Podium im Namen der Freien und Hansestadt Hamburg herzlich willkommen. Das Podium war besetzt durch Frau Dr. Petra Hölscher von der Neuen Sammlung der Pinakothek der Moderne, München, Herrn Thomas Sello von der Hamburger Kunsthalle und Frau Almuth Hein, der Tochter des Künstlers. Vor einem interessierten Publikum diskutierten sie über die Wege der Veröffentlichung unbekannter Künstler. Die Diskutanten betonten, dass neben einer hohen künstlerischen Qualität bei der Bekanntmachung eines bislang unbekannten Malers auch die enge Verbindung zu den richtigen Entscheidern aus der musealen Szene zähle.



 

Gerhart Hein - Die imaginäre Substanz 

Museum Baden Solingen: 10. September - 22. Oktober 2006

Gerhart Hein (1910-1998) studierte bis 1932 an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau bei Otto Müller, Alexander Kanoldt, Oskar Moll, Johannes Molzahn, Carlo Mense und Oskar Schlemmer. Während der Naziherrschaft wird ihm die Aufnahme in die „Reichskulturkammer“ verweigert. Während des Krieges wird er mehrfach verwundet und gerät in Gefangenschaft. Eine Rückkehr zur Familie ist erst 1947 möglich. Nach dem Krieg ist es ihm nicht möglich, als Künstler die verdiente Anerkennung zu finden. Hein arbeitet als Grafiker und Polier, um seine Familie versorgen zu können. Das künstlerische Werk stammt fast ausnahmslos aus den Jahren von 1946 bis 1964 und wird im Jahr 2006 erstmalig veröffentlicht. Arbeiten aus der Zeit vor dem Krieg wurden zerstört oder gingen in den Kriegswirren verloren. Eine Arbeit Heins wurde von den Nazis als „entartet“ beschlagnahmt. Nach dem Krieg entwickelte Hein lichtdurchflutete Farbflächen und Farbräume. Er nennt seine Kompositionselemente eine „imaginäre Substanz“. Sein Werk spiegelt die an der Akademie erfahrenen Traditionen und ist Zeugnis einer ständigen Rezeption aktueller Kunstströmungen.

(Quelle: Museum Baden Solingen)



 

Gerhart Hein: Die imaginäre Substanz

Kunstmuseum Bayreuth: 10. Mai - 23. Juni 2006

Mit seinem Werk gehört Gerhart Hein (1910 - 1998) zur Generation der deutschen Künstler, deren Leben und Schaffen unauslöschlich mit der eigenen Geschichtsepoche verbunden ist. Der ehemalige Schüler der Kunstakademie in Breslau genoss den Unterricht bei Größen wie Otto Mueller, Oskar Schlemmer, Oskar Moll und Johannes Molzahn. Die Schließung der Akademie im Jahr 1932, seine Einordnung in die „Entartete Kunst“ und die Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs bereiteten seiner künstlerischen Laufbahn ein jähes Ende.

Der Hauptkorpus von Heins Werken und damit auch das Oeuvre, das bis heute erhalten geblieben ist, entstand hauptsächlich zwischen 1950 und 1964 und zeigt einige Wiederanknüpfungen an die Jahre an der Breslauer Akademie, aber insbesondere eigenständige Entwicklungen in der Farb- und Formensprache. Als „imaginäre Substanz“ benennt er nach seinem Verständnis gewebeartige, biomorphe Bildstrukturen, die sich einer vollständigen Interpretation auf das Stoffliche hin entziehen und der Abstraktion eine hintergründige Bedeutung verleihen. In Kooperation mit dem Museum Baden in Solingen, wo die Ausstellung zwischen 10.9. und 22.10.2006 zu sehen sein wird, zeigt das Kunstmuseum Bayreuth mit dieser Werkauswahl Gerhart Heins erstmals das bislang gänzlich unbekannt gebliebene Werk.

(Quelle: Kulturatlas)