Ausstellungsprojekte

ART- Karlsruhe 2017 Salongalerie "Die Möwe"
ART- Karlsruhe 2018 Salongalerie "Die Möwe"
ART- Karlsruhe 2019 Salongalerie "Die Möwe"


Ausstellungsprojekt der Salongalerie "Die Möwe" Wiederentdeckte Modernin der Residenz der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bern vom 20. August – 15. Dezember 2019

Hinweis: Die Ausstellung wurde bis zum 21.02.20 verlängert.
 
Arbeiten u. a. von Gerhart Hein

Salongalerie "Die Moewe", Berlin
FarbFormFantasien
Vom 16. Oktober 2021 bis 22. Januar 2022

 

vom 14. April – 2. Juni 2018

Die imaginäre Substanz II

Ausstellung in der Galerie Westnerwacht Regensburg



 

Vernissage der Ausstellung "Die Breslauer Kunstakademie: Gerhart Hein und seine Begleiter"

18.01.2018

Auf der Webseite der Salongalerie "Die Möwe" heißt es zur sehr gelungenen Vernissage:

"Gestern, am 18. Januar 2018, eröffneten wir im Beisein zahlreicher Kunstfreunde unsere neue Ausstellung „Die Breslauer Kunstakademie: Gerhart Hein und seine Begleiter". Hein war in den 1920er Jahren Schüler an der damals sehr bedeutenden Kunstakademie in Breslau. Seine Lehrer waren u.a. die herausragenden Künstler Otto Mueller, Johannes Molzahn und Oskar Moll. Die Schließung der Akademie und der Kriegseinbruch beendeten seine Karriere abrupt. Heins gesamtes Frühwerk gilt bis auf eine Ausnahme – ein männliches Porträt, das in unserer Ausstellung zu sehen ist – als verschollen. Nach dem Krieg setzte Hein neu an und schuf in den 50er und 60er Jahren ein beeindruckendes Spätwerk. Aus dieser Zeit präsentieren wir rund 30 Bildern voll Farbigkeit und Energie, die von Arbeiten seiner Begleiter und Lehrer an der Akademie flankiert werden.

Dass die Ausstellung zustande kommen konnte, haben wir Gerhard Heins Tochter, Frau Almuth Hein zu verdanken. Durch ihr immerwährendes Engagement konnten in der Vergangenheit Ausstellungen im Kunstmuseum Bayreuth und im Museum Baden in Solingen realisiert werden. Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei der Laudatorin Frau Professor Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe. Sie leitete viele Jahre das Staatliche Museum Schwerin und organisierte dort 2002 eine umfangreiche Ausstellung zur Bedeutung der Breslauer Kunstakademie."

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>> Künstlerseite von Gerhart Hein bei der Salongalerie "Die Möwe"

(Foto: © Salongalerie „Die Möwe“)



(c) Salongalerie "Die Möwe"

 

Die Breslauer Kunstakademie: Gerhart Hein und seine Begleiter

Salongalerie "Die Möwe", Berlin: 19. Januar – 14. April 2018

Die Breslauer Akademie für Kunst und Kunstgewerbe gehörte vor allem zwischen 1900 und 1932 zu den bedeutenden Kunstakademien in Preußen. In dieser Zeit beförderte sie die Entwicklung der Moderne in der Kunst. Hier unterrichteten namhafte und richtungsweisende Künstler. Gerhart Hein (1910-1998) gehörte zu den Studenten, die die Akademie in dieser innovativen Zeit besuchten.

1929 wird Otto Mueller durch eine Porträtzeichnung zufällig auf den 19-jährigen Hein aufmerksam. Überzeugt von dessen Talent kann der junge Mann ohne Aufnahmeprüfung und den Besuch der Vorklasse sein Studium an der Akademie beginnen. Seine Lehrer werden u.a. Otto Mueller, einer der einflussreichsten Expressionisten seiner Zeit, der Matisse-Schüler Oskar Moll, der Zeichner Paul Holz und Johannes Molzahn, ein prominenter Vertreter der abstrakten Malerei. Mit der Künstlerin Marg Moll, die ebenfalls dem engeren Kreis der Kunstschule angehört, steht Hein in einem freundschaftlichen Verhältnis.

Nach der Schließung der Akademie 1932 setzt Hein seine Ausbildung im Meisteratelier von Molzahn fort. Während der Propagandaaktion „Entartete Kunst” beschlagnahmen die Nationalsozialisten auch ein Stillleben Heins. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft widmet sich der Maler ab 1947 neben dem Broterwerb wieder dem künstlerischen Schaffen.

Die Salongalerie „Die Möwe“ präsentiert Aquarelle, Mischtechniken und Tuschezeichnungen aus dem Nachlass des Künstlers. Seine Arbeiten zeigen einzigartige abstrakte Gefüge aus Farbstrukturen, die Hein selbst als „imaginäre Substanz” beschrieb. In der Ausstellung werden diese Bilder von Werken seiner Breslauer Lehrer flankiert.

Vernissage: 18. Januar 2018, 18 Uhr
Die einführenden Worte wird Frau Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe sprechen, Kunsthistorikerin und ehemalige Landesmuseumsdirektorin am Staatlichen Museum Schwerin.

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Salongalerie zu finden.
Die offizielle Pressemitteilung kann hier heruntergeladen werden. 

(Quelle: Offizielle Pressemitteilung der Salongalerie "Die Möwe" vom 24.11.2017)



 

Gerhart Hein - Die imaginäre Substanz

Galerie Bartsch, München: 13. Juli - 10. September 2013

Die neu eröffnete Galerie Bartsch zeigte als Erstausstellung eine Auswahl von Werken Gerhart Heins. Zur Eröffnung sprach der Galerist Stefan Bartsch und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste in seinen neuen Räumlichkeiten.
Im Anschluss übergab er das Wort an den Regensburger Galeristen Emanuel Schmid vom Kunstkontor Westnerwacht, der das Publikum in das Leben und Werk Gerhart Heins einführte. Aufgrund des großen Interesses wurde die Ausstellung bis zum 10. September 2013 verlängert.

 

(links) Die Galeristen Emanuel Schmid und Stefan Bartsch // (rechts) Emanuel Schmid, Ines und Almuth Hein und Dr. Petra Hölscher
Fotos: Doris Lindner

Gerhart Hein - Die imaginäre Substanz

Kunstkontor Westnerwacht, Regensburg: 13. April - 8. Juni 2013

Galerist Emanuel Schmid schreibt dazu:
"Gerhart Hein (1910-1998) hatte durch sein Studium an der Breslauer Kunstakademie engen Kontakt zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Expressionismus. Während der Nazi-Diktatur als entartet eingestuft, konnte er ab 1933 seine künstlerische Kreativität kaum entfalten. Erschüttert durch NS-Herrschaft und Weltkriegserfahrung verweigerte sich Hein dann später dem Kunstbetrieb der Bundesrepublik Deutschland. Eine 1988 von Werner Timm im Kunstforum Ostdeutsche Galerie geplante umfangreiche Ausstellung seiner Arbeiten lehnte er ab. Erst nach Heins Tod begann im Museumsbereich eine Rezeption des bisher der Kunstgeschichte völlig unbekannten Werkes eines wichtigen Vertreters der sog. Verschollenen Generation. Die aktuelle Ausstellung im Kunstkontor ist die erste Vorstellung des Künstlers in einer Kunstgalerie, somit die Einführung des Werkes in den Sammlerbereich. Erhalten haben sich Arbeiten aus der Zeit von 1950 bis 1968. Die bis etwa 1954 geschaffenen, eher noch gegenständlichen Aquarelle zeigen Landschaften, Blumenbilder und Porträts, die Beziehungen zur französischen Matisse-Schule aufweisen. Ab 1955 löst sich die Figuration auf zugunsten einer ganz eigenständigen, vom Kubismus inspirierten Formfindung, die schließlich zu völlig abstrakten Strukturen aus geometrischen Liniengeflechten mit hierdurch eingegrenzten, weiter differenzierten Farbflächen führt. Gerhart Hein bezeichnet diese Konstrukte als "imaginäre Substanz".